Prof. Dr. Horst G. Klein - 50 Jahre Mitgliedschaft

Parteieintritt

In Schlesien geboren, studierte er in Frankfurt Romanische Philologie, Klassische Philologie und Politikwissenschaften. Weiter studierte er in Mainz, Bukarest, Straßburg, Lissabon, Granada und Genua, bevor er 1969 an der Universität Frankfurt promovierte und 1972 zum Professor für Romanische Philologie berufen wurde.

 

Der Kampf für soziale Gerechtigkeit, Völkerverständigung und familiengeschichtliche Hintergründe haben ihn bewogen, in die SPD einzutreten: Sein Onkel war bis in die Nazizeit Mitglied der SPD und verlor daraufhin seinen Beamtenposten. Zusammen mit seiner Frau war er begeisterter Esperantist und in der sozialistischen Internationalen in Schweden aktiv. Klein trat damals in der Endphase der Adenauerzeit in die SPD ein und erhoffte einen baldigen Wandel in der deutschen Politik.

 

Aufgaben und Funktionen

Seit 1963 ist er Mitglied der SPD, von 1973 bis 1977 war er Gemeindevertreter in Kriftel und initiierte 1981 die Partnerschaft zwischen Kriftel und Airaines mit einem durch ihn herbeigeführten Treffen zwischen den damaligen Bürgermeistern Börs und Vérité in seinem Haus in Kriftel.

 

Seine überaus aktive berufliche Laufbahn, verbunden mit unzähligen Auslandsreisen, erlaubte ihm nicht, Funktionen in der SPD zu übernehmen. Soziale Gerechtigkeit und das Postulat nach Völkerverständigung blieben jedoch stets seine Ideale und verhinderten einen Austritt aus der Partei, den er zweimal überdenken musste: Einmal bei der „Angelegenheit Ypsilanti“ – hier hat ihn ein Gespräch mit Nancy Faeser bei der Stange gehalten, ein zweites Mal im Dezember 2013 bei der Frage nach der Zustimmung zur Großen Koalition. Hier hat er sich zähneknirschend dafür entschieden.

 

Seine Botschaft

Soziale Gerechtigkeit, Freizügigkeit, Völkerfreundschaft und Verständnis für die Kulturenvielfalt bleiben ein wichtiges Desiderat in einem gemeinsamen Europa.

Silvia Klein - 50 Jahre Mitgliedschaft

Parteieintritt

Seit 1973 ist sie Mitglied der SPD. Beeinflusst haben sie die Politik von Willy Brandt und die SPD-Zugehörigkeit ihres Ehemanns.

 

In Bad Essen geboren, studierte sie Romanistik und Anglistik in Frankfurt, später an der Sorbonne in Paris und schloss ihr Studium 1977 in Frankfurt mit dem Staatsexamen in Französisch und Englisch ab. Nach ihrem Referendariat an der Musterschule wurde sie Studienrätin in Bad Soden und unterrichtete dann an der Heinrich-Böll-Schule in Hattersheim. 2001 wurde sie Mitglied der Forschergruppe EuroCom® und wurde 2004 Praktikumsbeauftragte für die Französischlehrerausbildung an der Universität Frankfurt.

 

Aufgaben und Funktionen

Ihre Familie, die Erziehung ihres Sohnes Alexander, der Beruf und die Begleitung ihres Ehemanns auf Forschungsreisen haben es ihr nicht gestattet, Ämter in der SPD zu übernehmen.

Prof. Dr. Winfried Frey - 40 Jahre Mitgliedschaft

Parteieintritt

Ihn bewog aktuell damals die Politik und die Persönlichkeit Willy Brandts zum Eintritt in die SPD. Aufgewachsen in katholischem Milieu, der VaterCDU-Mitglied seit 1946, hat er gelernt, dass Demokratie konkurrierenden Gruppen und Parteien die Chance gibt, die Gesellschaft zu gestalten. Besuche diverser CDU- und SPD-Veranstaltungen in den 60er Jahren mit seiner damaligen Freundin und heutigen Ehefrau, haben dazu geführt, dass das in der Adenauer-Zeit verbreitete Schreckbild von der roten Gefahr, die von der SPD ausgehe, bestärkt von Politikern wie Carlo Schmid und Fritz Erler, schnell verblasste.

 

Das „Nebenfachstudium“ der Politologie ließ ihn Abstand gewinnen von allzu aktuellen Stimmungen und Kampagnen; er lernte, dass es um mehr ging als nur darum, hier und da Verbesserungen zu verlangen und durchzusetzen. Die Verkrustungen an der Universität, nicht zuletzt verursacht und verteidigt durch Professoren, die in der Nazi-Zeit keineswegs Vorbilder waren, ließen ihn zunächst zu einem Sympathisanten der Studentenbewegung werden. Aber die Erfahrung, dass sich auch dort alsbald geschichtsblinde Dogmatiker und blindwütige Radikale an die Spitze setzten, brachten ihn auf die Bahn, die die Sozialdemokratie, nun vor allem repräsentiert durch Willy Brandt, eingeschlagen hatte: Fortschritt im Inneren wie Äußeren durch kleine Schritte zu großen Reformen.

 

Winfried Frey meint, wer wegen der unvermeidlichen Konflikte in politischen Gemeinschaften immer gleich austritt, hat den Sinn solcher Gemeinschaften nicht begriffen. Dabei verschweigt er nicht, gass es Situationen gegeben hat, in denen Politiker der SPD durch undemokratische Handlungen und ebensolche Äußerungen ihn fast aus der SPD getrieben hätten.

 

Aufgaben und Funktionen

Wichtig waren ihm nie die Posten. Gerne, wenn auch nicht immer zur Freude des SPD-Vorstandes und vor allem nicht der CDU, lancierte er Artikel in der örtlichen Presse. Bedeutend aber wurde, dass Wissenschaft und Lehre sein Lebensmittelpunkt sein sollten. Die Ergebnisse seines Wirkens geben ihm recht.

 

Seine Botschaft

Leute, wenn ihr euch für diese Gemeinde, dieses Land und - ganz wichtig für Europa - einsetzen wollt, dann kommt, macht mit - mit allen Euren Kenntnissen und Fähigkeiten, soweit Familie und Beruf das irgend zulassen. Zu Hause sitzen und meckern, das bringt uns nicht weiter!

Uta Frey - 40 Jahre Mitgliedschaft

Parteieintritt

Das Studium der Alten Sprachen und Geschichte hat Uta Frey gezeigt, wie wichtig das Staatswesen ist. Sie hat sich zu Herzen genommen, dass sich jeder Bürger entsprechend seiner Fähigkeit und Möglichkeit für das Gemeinwohl betätigen muss. Aktueller Anlass für den Eintritt in die SPD waren die Persönlichkeit und das Wirken von Willy Brandt.

 

Aufgaben und Funktionen

Im Sinne demokratischer Beteiligung wollte Sie in Gremien mitarbeiten, war bald Mitglied im Vorstand des Ortsvereins und Delegierte für die Unterbezirkskonferenzen. Zusätzlich gehörte sie zwölf Jahre der Gemeindevertretung Kriftel (darin stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Mitglied im Sozialausschuss, schließlich stellvertretende Vorsitzende im Haupt- und Finanzausschuss) an. Für ihre Aktivitäten erhielt sie den Ehrenbrief des Landes Hessen.

 

Im Zuge der Arbeit im Parteivorstand und in der Gemeindevertretung konnte sie erleben, wie wichtig der innerparteiliche Austausch ist, der dann zu Entscheidungen für das Ganze führt.

 

Ihre Botschaft

Möglichst alle sollten sich - am besten in einer Partei wie der SPD – einmischen, weil man nur dadurch (wenn auch nur langsam – das ist Demokratie) Veränderungen herbeiführen kann.

Jochen von Kiel - 40 Jahre Mitgliedschaft

Parteieintritt

Eingetreten in die SPD ist er wie viele andere auch durch die Erscheinung Willy Brands. Dieser Mann faszinierte auch ihn und fesselt ihn immer noch, weil er jung, dynamisch, demokratisch und offen, nicht so verstaubt, wie die Altvorderen der damaligen anderen Parteien war.

 

Aufgaben und Funktionen

Nach der Bundeswehr zog der bei der Stadtverwaltung Frankfurt am Main eingesetzte Beamte 1993 nach Kriftel mit der Absicht, hier aktiv zu werden. Als der damalige Ortsvereinsvorsitzende zur Mitarbeit einlud, wurde er gerne Schriftführer. Seit 1997 ist er Gemeindevertreter und hat zusätzliche Ämter wie Beisitzer im UB-Vorstand, Beisitzer bei der AG 60 plus des Unterbezirks und in der SGK MTK inne. Gerne wurde er später auch Kassierer des Ortsvereins Kriftel.

 

Den Schritt in die SPD bereut er bis heute nicht. Manchmal zweifelt er allerdings „Partei-Aktionen“ an, weiß aber, dass eine hundertprozentige Übereinstimmung auf demokratischem Wege nicht machbar ist, also Differenzen natürlich sind. Für ihn ist maßgeblich, dass die Grundidee der SPD seine Zustimmung findet; ein Austritt kam und kommt für ihn deshalb nicht in Frage.

 

Seine Botschaft

Er nennt es leicht, zu meckern, aber an Entscheidungsfindungen aktiv mitzuarbeiten bezeichnet er als Arbeit, welche Verantwortung erfordert. Dieser möchte er nicht aus dem Weg gehen, bedauert vielmehr, dass immer mehr Menschen sich entziehen, wenn sie keine Vorteile aus einer Parteimitgliedschaft zu erwarten haben. Er verweist insoweit auf Kennedy: „Frage nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern frage, was Du für dein Land tun kannst.“

Rosi Mohler - 25 Jahre der Mitgliedschaft

Parteieintritt

Zum Eintritt in die SPD motivierte sie als Hausfrau und Mutter, dass sie aktiv an der Gestaltung ihrer Wohnumgebung mitarbeiten wollte. Sie fand 1987, dass die Gemeinde insbesondere in der Kinderbetreuung mit lediglich 10 Ganztagsplätzen den Belangen der Familien nicht gerecht wurde. Um der massiven „schwarzen Dominanz“ zu begegnen, entschied sie sich zum Mitmachen bei der SPD und gegen bloßes Motzen. Den Zugang fand sie über die SPD-Arbeitsgemeinschaft der Frauen (AsF) und hier auch sehr interessante Gesprächspartnerinnen.

 

Für einen Parteiwechsel sieht die langjährig bei der Kreisverwaltung Beschäftigte keinen Anlass, da ihrer Meinung nach keine andere Partei überzeugend den Schwerpunkt soziale Gerechtigkeit vertritt. Allerdings bezweifelt sie doch auch gelegentlich den Mut für Reformen auch bei der SPD.

 

Aufgaben und Funktionen

Nach einiger Zeit als Beisitzerin im örtlichen SPD-Vorstand brachte ihr die Mitarbeit im Gemeinderat einen reichen Schatz an Erfahrungen. Die Auseinandersetzungen im Gemeindeparlament, besonders während der „Krifteler Skandale“, emfand sie als sehr prägend. In der Gemeindevertretung frustrierte sie ungemein, dass viele Anstöße und Ideen der SPD nicht angenommen oder später als eigene Ideen vom politschen Gegner übernommen wurden.

 

 

Als "Rote Rosi"emfand sie als befreiend, Verantwortung zu tragen und sich nicht zu verstecken, etwa wenn sie als Fraktionsvorsitzende mit unterschiedlichen Vorstellungen umzugehen hatte.

 

Ihre Botschaft

Sozialdemokraten sollten mehr Selbstbewusstsein entwickeln. Wenn der politische Gegner am lautesten schimpft, sind wir mit unseren Überlegungen auf dem richtigen Weg. Da muss man sich nicht beirren lassen. Auch wünscht sie sich mehr Mut, gegen das Gängige zu steuern und eine eigene Überzeugung zu äußern.

 

Silvia Morizt-Kiefert - 25 Jahre der Mitgliedschaft

Parteieintritt

Wie auch ihr Gatte engagierte sie sich zunächst in der Hofheimer und Marxheimer SPD. Sie belebte die dortige Frauenarbeit, initiierte erste örtliche Selbstverteidigungskurse für Frauen und Mädchen und organisierte zahlreiche SPD-Kinder- und Familienfeste. Vielfältig brachte sie sich in die politische Arbeit ein, war im Ortsbeirat, im Parteivorstand und bis 1995 Kreistagsabgeordnete. Seit ihrem Umzug nach Kriftel widmet sie sich der Gemeindepolitik und ist aktiv für den SPD-Vorstand und in der Fraktion der SPD in der Gemeindevertretung. Ihr berufliches Engagement verlangt (fast) alles von ihr; was eine weitergehende Aktivität als die gemeinsame Arbeit mit ihrem Mann bei der örtlichen Parteiführung ausschließt.

 

Die erlebte Parteipolitik findet nicht ihre uneingeschränkte Zustimmung; vieles könnte besser gemacht werden. Sie versteht sich als kritisches Mitglied und für sie ist die SPD derzeit die ihrem Denken am nähesten kommende politische Partei. Gespannt verfolgt sie, ob es der SPD gelingt, in der „GroKo“ wirksam wichtige sozialdemokratische Ziele durchzusetzen.

 

Sie wünscht sich deutlich mehr Respekt aller Vertreter/innen der gewählten Parteien in den öffentlichen Auseinandersetzungen. Herabsetzungen und unsachliche Kritiken, etwa bei Diskussionen in der Gemeindevertretung, werden nach ihrer Meinung dem demokratisch motivierten Engagement der Aktiven für das Gemeinwohl nicht gerecht.

 

Ihre Botschaft

Ihr Wahlspruch lautet: Ohne Engagement gelingt nichts!

Termine

11.06.2018 | Eschborn
Unterbezirksvorstandssitzung
Sitzung des Unterbezirksvorstandes der SPD Main-Taunus
16.06.2018 | Bad Soden
Unterbezirksparteitag
Unterbezirksparteitag der SPD Main-Taunus
13.08.2018 | Eschborn
Unterbezirksvorstandssitzung
Sitzung des Unterbezirksvorstands der SPD Main-Taunus
17.09.2018 |
Unterbezirksvorstandssitzung
Sitzung des Vorstands der SPD Main-Taunus
22.10.2018 | Hofheim
Unterbezirksvorstandssitzung
Sitzung des Vorstands der SPD Main-Taunus

Kontakt

Werner Moritz-Kiefert

Vorsitzender

Friedrich-Ebert-Straße 31 B
65830 Kriftel