Kommunalwahlprogramm des SPD-Ortsvereins Kriftel für die Wahlperiode 2011 bis 2016

Kommunal ist nicht egal - Zukunft in Kriftel verantwortlich gestalten

Leben und Arbeiten im „Obstgarten des Vordertaunus"

Wahlprogramm der SPD Kriftel zur Kommunalwahl 2011

Kriftel ist mit seiner verkehrsgünstigen Lage im Rhein-Main-Gebiet eine attraktive Gemeinde und sowohl als Wohnort für die hier lebenden Menschen, wie auch als Wirtschaftsstandort interessant. Kriftel hat eine gute Infrastruktur, ein vielfältiges Kinderbetreuungs- und Schulangebot, sowie ein reges Vereinsleben. Als selbstständige Gemeinde kann Kriftel allerdings nur dann weiterhin attraktiv sein, wenn sich die Gemeinde den Erfordernissen der Zukunft stellt. In den letzten Jahren hat sich einiges getan in Kriftel. Projekte, auch solche, für die die SPD viele Jahre gekämpft hat, wie zum Beispiel im Bereich der Kinderbetreuung, sind vorangekommen. Doch es gibt immer noch viel zu tun. Die SPD Kriftel hat sich intensiv mit der Frage beschäftigt, wie die Zukunft Kriftels aussehen kann. In offenen Arbeitskreisen und mit zahlreichen Anregungen interessierter Krifteler Bürgerinnen und Bürger haben wir ein Arbeitsprogramm für die kommenden Jahre erarbeitet. Unserer Leitlinie dabei war: „Kommunal ist nicht egal!"

Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen vor, welche Ideen, Wünsche und Ziele die SPD für Kriftel entwickelt hat, damit Sie sagen können: „Wir leben gerne hier".

Wir wollen

  • eine solide und vorausschauende Finanzpolitik und damit die Handlungsfähigkeit der Kommune erhalten
  • örtliche Standortvorteile besser nutzen und eine professionelle Wirtschaftsförderung betreiben
  • das gesellschaftliche Engagement und die ehrenamtliche Arbeit verstärken - innerhalb und außerhalb der Vereine
  • dazu beitragen, dass in Kriftel bezahlbarer Wohnraum geschaffen und erhalten wird.
  • eine zukunftsorientierte Seniorenpolitik gestalten
  • eine zukunftsorientierte Jugendpolitik verwirklichen
  • realistische Hilfen beim Lernen für Schule und Beruf
  • ein tolerantes Miteinander aller hier lebenden Bevölkerungsgruppen erhalten und weiterentwickeln
  • die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch gute Betreuungseinrichtungen wirksam unterstützen
  • die Ortsentwicklung und Belebung der Ortsmitte fördern
  • eine sinnvolle Verkehrspolitik betreiben
  • bei jeglicher Planung die Belange der Umwelt beachten
  • eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden fördern
  • die qualifizierte Hilfestellung und Beratung für Bürgerinnen und Bürger im Rathaus weiterhin gewährleisten und ständig verbessern
  • mehr Bürger/innen-Beteiligung und Transparenz!

Sie, liebe Kriftelerinnen und Krifteler, tragen bei den Kommunalwahlen am 27. März 2011 mit Ihrer Stimme für die SPD aktiv dazu bei, diese Ziele zu erreichen. 

Solide und vorausschauende Finanzpolitik
In den vergangenen Jahren sind in Kriftel diverse Großprojekte durchgeführt oder angeschoben worden, die langfristig Finanzmittel in vielfacher Millionenhöhe binden. Vieles davon - wie zum Beispiel das Schwimmbad - trägt zur Lebensqualität bei. Doch häufig  hatten wir den Eindruck, dass ein Konzept und Prioritäten für die Investitionen fehlen. Vieles wurde gemacht, weil ein Zuschuss von Bund oder Land winkte. Das scheint zwar gut und schön, aber die eigenen Kosten muss die Gemeinde trotzdem tragen.
Zu oft wurde im Lauf einer Baumaßnahme der ursprünglich angesetzte Kostenrahmen weit überzogen. Dies muss im Interesse einer verantwortlichen Budgetplanung künftig durch intensive Kostenprüfungen im Vorfeld vermieden werden.
Die schlechtere Wirtschaftslage hat zusätzlich zu sinkenden Einnahmen geführt. Die Gemeinde ist mittlerweile hoch verschuldet. Dies alles bedeutet leider für die Zukunft immer weniger Gestaltungsspielraum. Wie soll es weitergehen?

Wir wollen

  • einen Gemeindehaushalt, der von ökonomischer und ökologischer Verantwortung geprägt ist
  • weiterhin und noch verstärkt Wege nutzen, die Einnahmen der Gemeinde zu verbessern, ohne unnötig an der Gebührenschraube zu drehen
  • Neuverschuldung möglichst vermeiden und statt dessen Schulden abbauen
  • bei Großprojekten die Fehler der Vergangenheit vermeiden und rechtzeitig Unterstützung von Experten einplanen.

Professionelle WirtschaftsförderungZur Sicherung der Zukunft wollen wir zwei Bereiche stärken: Zum einen die Erhaltung der traditionell starken Landwirtschaft, zum anderen aber auch die Ansiedlung von neuen Wirtschaftsbetrieben mit zukunftsträchtiger und sauberer Technologie. Durch den Bau der neuen Erschließungsstraße ist jetzt die Möglichkeit gegeben, das Gewerbegebiet besser zu nutzen. Diese Chance will die SPD nutzen, um neue Einnahmen zu gewinnen.
Wir wollen

  • die Ansiedlung von Gewerbe fördern, das zu Kriftel passt
  • ein zukunftsträchtiges Konzept für die Gewerbeansiedlung
  • durchgängige Betreuung und Beratung ansiedlungswilliger Gewerbetriebe vom Grundstückserwerb bis zum Bauantrag, um die Ansiedlung zu erleichtern
  • bessere Vermarktung Krifteler Produkte
  • eine Krifteler Landwirtschafts- und Gewerbeschau in regelmäßigen Abständen.

Gesellschaftliches Engagement als Soziales Netzwerk
Die Gemeindeverwaltung erbringt vielfältige Leistungen, und der ehrenamtliche Gedanke ist in Kriftel sehr lebendig. Viele Bürgerinnen und Bürger engagieren sich bereits, vor allem in den zahlreichen Vereinen. Doch es gibt sicher noch mehr  Menschen, die bereit sind, ihre eigenen Fähigkeiten und Kenntnisse zum Wohle anderer einzubringen, ohne sich gleich einem Verein anzuschließen.
Viele Menschen können zu einem guten Zusammenleben in Kriftel beitragen. Öffentliche Leistungen werden ergänzt durch persönliches Engagement von Familien, Freunden, Nachbarn, Bekannten und freiwilligen Helferinnen und Helfern. Dieses gesellschaftliche Engagement von Kriftelern für Krifteler bildet ein stetig wachsendes Soziales Netzwerk.

Wir wollen

  • ein zunehmend wirksames soziales Netzwerk schaffen, in dem Bürgerinnen und Bürger vereinsunabhängig einander bei Alltagsdingen helfen können. Dies erfordert nicht unbedingt einen großen oder ständigen Zeitaufwand, wirkt spontan und ist freiwillig.

Persönliche Hilfeersuchen mit Hilfsangeboten wie etwa zum Lernen, zu Ausbildung, Beruf oder Familie, in Haus und Garten oder zur Tierpflege in Verbindung zu bringen, können das Leben in Kriftel erleichtern. Dabei soll als einfaches, leicht zugängliches Verfahren der Internetauftritt der Gemeinde Kriftel genutzt werden. Wir wollen eine

  • wirksame organisatorische Unterstützung seitens der Gemeindeverwaltung für dieses Netzwerk
  • Vereine und Einrichtungen, die Leistungen für unsere jungen und älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger erbringen, besonders unterstützen und fördern.


Bezahlbarer Wohnraum
Kriftel ist ein attraktiver Wohnort. Die verkehrsgünstige Lage zwischen Frankfurt und Wiesbaden ist nahezu optimal. Kriftel bietet aber auch viel Grün und ist mit seiner überschaubaren Größe bei guter Infrastruktur beliebt bei jungen Familien. Dies alles führt zu großer Nachfrage am Wohnungsmarkt und damit zu steigenden Baukosten, bzw. Mieten. Dazu kommt die Umwandlung von bisherigen Werks- und Sozialwohnungen in Eigentumswohnungen. Für Menschen mit geringem Einkommen gibt es immer weniger erschwinglichen Wohnraum.

Wir wollen

  • günstigen Wohnraum erhalten
  • verbesserte örtliche Beratung zum Mieterschutz
  • Förderung eines kostengünstigen Wohnungswechsels „Groß gegen klein" und umgekehrt.

Zukunftsorientierte Seniorenpolitik
Ältere Bürgerinnen und Bürger wollen in der Regel in ihrem gewohnten Wohnumfeld in ihrer Heimatgemeinde bleiben. Im Laufe des Lebens verändern sich Voraussetzungen, Möglichkeiten  und Bedürfnisse. Junge Menschen ziehen zusammen, Kinder kommen und gehen aus dem Haus, Alter und Gesundheit erfordern aufwändige Betreuung oder Pflege, finanzielle Möglichkeiten variieren.

Wir wollen

  • die Möglichkeit zum Verbleib im gewohnten Umfeld auch bei Pflegebedürftigkeit durch möglichst breite und differenzierte Beratungs- und Hilfsangebote
  • Förderung ambulanter Kranken- und Altenpflege
  • planungsrechtliche Erleichterung bei der Schaffung von Mehr-Generationen-Häusern, Senioren-Wohnanlagen etc. Hierzu wollen wir
  • eine wirksame Unterstützung durch die Gemeinde etwa durch Bürgschaften, Zuschüsse oder Vermitteln geeigneter Grundstücke
  • eine unkomplizierte Organisation von Fahrdiensten für besonders bewegungseingeschränkte Menschen, zum Beispiel mit Sammeltaxen
  • die Organisation eines Hol- und Bring-Service für Menschen, die nicht mehr selbst einkaufen können, unterstützen
  • die Einrichtung einer Seniorenwerkstatt.


Zukunftsorientierte Jugendpolitik und Hilfen beim Lernen
Für junge Leute gibt es zahlreiche Angebote in Krifteler Vereinen. Die mobile Beratung trägt mit der Betreuung von Jugendlichen hierzu bei. Doch es gibt auch viele ältere Kinder und Jugendliche, die aus der Kinderbetreuung herausgewachsen sind und nicht recht wissen, wo sie sich in Kriftel in ungezwungener Atmosphäre und bei jedem Wetter treffen sollen.

Wir wollen

  • einen Treffpunkt für das „Junge Kriftel". Dieser soll in Zusammenarbeit mit hiesigen jungen Leuten konzipiert und zentral angesiedelt werden.

Noch immer  spielen gesellschaftliche und finanzielle Unterschiede eine wesentliche Rolle bei Lernerfolg und beruflicher Entwicklung. Unterstützung und gemeinsames Lernen auch außerhalb der Familie können dazu beitragen, dass diese Unterschiede abgebaut werden.
Wir wollen

  • intensivere Beratung zu Lern- und Hilfsangeboten im Rat- und Bürgerhaus
  • wirkungsvolle Förderung des gemeinsamen Lernens und Spielens im Freizeithaus
  • Arbeitskreise, Lernpartnerschaften und Lerntandems, die eine kostenlose Lern- und Hausaufgabenhilfe innerhalb des Sozialen Netzwerkes Kriftel bieten, organisatorisch und finanziell unterstützen
  • unbürokratische Gewährung von Finanzhilfen, zum Beispiel für die Teilnahme an Klassenfahrten für Familien in schwieriger Finanzlage
  • Krifteler Gewerbebetriebe und benachbarte Unternehmen für Praktika-Angebote und berufsvorbereitende „Schnupper-Ausbildungen" gewinnen
  • Kindern und Jugendlichen helfen, eigenverantwortlich mit eigenen Wünschen und mit Geld umzugehen. Dafür sollen bewährte Hilfsmittel wie das „Projekt Moki - Money & Kids" beschafft und in den in Frage kommenden Krifteler Schulen bereitgestellt werden.


Tolerantes Miteinander aller hier lebenden Bevölkerungsgruppen
In Kriftel wohnen Menschen verschiedener Herkunftsländer weitgehend harmonisch miteinander. Ein engagierter Ausländerbeirat trägt durch gute Arbeit und vielfältige Projekte das Seine bei. Doch die schwierige Wirtschaftslage macht auch vor Kriftel nicht Halt. Konkurrenzdenken und gegenseitiges Misstrauen errichten neue Barrieren. Sprachschwierigkeiten und unterschiedliche kulturelle Vorstellungen erschweren manchmal ein nachbarschaftliches Miteinander.

Wir wollen

  • in breit angelegter Zusammenarbeit ein wegweisendes Integrationskonzept für Kriftel erarbeiten
  • die bestehenden Strukturen für die Integration erhalten und, wo nötig, neue aufbauen
  • die Fortführung der Programme zur sprachlichen Eingliederung von ausländischen Kindern unter Einbindung ihrer Familienmitglieder
  • die Bewerbung der Gemeinde Kriftel als „Fair-Trade Gemeinde".
Bewährtes erhalten – Zukunft gestalten

Die Gemeinde Kriftel ist mit ihrer verkehrsgünstigen Lage im Rhein-Main-Gebiet ein attraktiver Ort für die hier lebenden Menschen wie auch als Standort für die Wirtschaft interessant. Sie bietet eine gute Infrastruktur, ein vielfältiges Schulangebot sowie ein reges Vereinsleben.

Doch Kriftel kann als selbständige Gemeinde nur dann weiterhin Bestand haben, wenn sie sich den Erfordernissen der Zukunft stellt. Die Einkünfte aus der Einkommensteuer sind rückläufig, da immer weniger Krifteler erwerbstätig sind. Hohe Mieten, Grundstückspreise und hohe Steuersätze für Grund- und Gewerbesteuer tragen dazu bei, dass sich junge Familien nicht mehr im erforderlichen Umfang in Kriftel ansiedeln können und Firmen nicht bereit sind, sich in unserer Gemeinde niederzulassen und Arbeitsplätze zu schaffen.

Die Mehrheitspartei im Krifteler Parlament hat bisher noch kein überzeugendes Konzept für Kriftels Zukunft vorgelegt. Daher ist es unser erklärtes Ziel, die absolute Mehrheit der CDU zu brechen und künftig entscheidend an der Willensbildung mitzuwirken. Die SPD will dazu beitragen, dass die Gemeinde Kriftel auch für die künftigen Anforderungen gerüstet ist und der sich verändernden demographischen und wirtschaftlichen Entwicklung Rechnung trägt.

 

Unsere politischen Ziele für die Zukunft sind:

  • Eine solide und vorausschauende Finanzpolitik zu betreiben, um auch für die Zukunft einen Gestaltungsraum zu haben.
  • Alle Standortvorteile zu nutzen und eine professionelle Wirtschaftsförderung zu betreiben.
  • Eine zukunftsorientierte Gesellschaftspolitik zu gestalten.
  • Eine klar strukturierte und geordnete Ortsentwicklung im intensiven Dialog mit der Bürgerschaft weiter zu planen und zu pflegen.
  • Dafür zu sorgen, dass in Kriftel bezahlbarer Wohnraum erhalten und geschaffen wird.
  • Eine Verkehrskonzeption zu entwickeln, welche die Belange von Fußgängern, Fahrradfahrern und PKW-Fahrern ebenso berücksichtigt, wie den Schwerlastverkehr.
  • Das gesellschaftliche Engagement und die ehrenamtliche Arbeit weiter zu stärken - innerhalb und ausserhalb der Vereine.
  • Bei jeglicher Planung die Belange der Umwelt zu beachten.
  • Eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden.

Zur Verwirklichung dieser Ziele bitten wir um Ihre Stimme bei der Kommunalwahl am 26. März 2006

Soziales

Familien benötigen Unterstützung, um Erwerbstätigkeit und Kinderbetreuung zu vereinbaren. Der Bedarf an Kindergartenplätzen in Kriftel ist gedeckt. Für Kinder unter drei Jahren fehlen jedoch vielfach Angebote. Senioren, deren Anteil an der Gesamtbevölkerung weiter steigt, sind heute mobiler und aktiver, als frühere Generationen. Für sie müssen zusätzliche, attraktive Angebote geschaffen werden. Zugleich müssen unsere älteren Mitbürger bei der Erhaltung ihrer Selbständigkeit in der vertrauten Umgebung unterstützt werden und auch für den Fall der Pflegebedürftigkeit müssen sie die Möglichkeit erhalten, in Kriftel zu bleiben. Die Integration ausländischer Mitbürgerinnen und Mitbürger muss weiter gefördert und gestärkt werden.

 

Wir wollen:

  • Aufbau und Erweiterung eines öffentlichen Betreuungsangebotes für Kinder unter drei Jahren.
  • Längere und flexiblere Öffnungszeiten der Kindertagesstätten, durchgängige Betreuung auch in den Ferien.
  • Langfristig ein kostenfreies Angebot für Kinderbetreuung. Unterstützung beim Ausbau der schulischen Ganztagsangebotes.
  • Spezielle Förderangebote für leistungsschwächere Kinder.
  • Fortführung der Programme zur sprachlichen Eingliederung von ausländischen Kindern und Einbindung ihrer Familienangehörigen.
  • Förderung der Zusammenarbeit zwischen Senioren und Jugendlichen durch gezielte Programme.
  • Schaffung von alten- und behindertengerechtem Wohnraum.
  • Konzeption eines bedarfsgerechten Seniorenzentrums mit angegliederter Pflegestation
  • Barrierefreier Ausbau aller öffentlichen Einrichtungen.
  • Einrichtung einer Seniorenwerkstatt.
Ortsentwicklung / Zukunftsplanung / Bauen

Die bauliche Entwicklung Kriftels stößt an ihre räumlichen Grenzen. Bauträger und Investoren bestimmen vielfach das städtebauliche Erscheinungsbild. Im Bereich der Wohnbebauung wurden fast überall die Grenzen der Verdichtung erreicht. Für das Gewerbegebiet ist die Finanzierung der dringend notwendigen 2. Erschließungsstraße nicht gesichert und es fehlt eine professionelle Verwaltung beim Immobilien- und Flächenmanagement.

 

Wir wollen:

  • Maßvolle Ausweisung neuer Baugebiete - behutsam- und mit größtmöglicher Schonung der Umwelt.
  • Bauliche Vielfalt und familienfreundliche Gestaltung der neuen Wohngebiete.
  • Frühzeitige Information von Bürgerinnen und Bürgern bei neuen Bebauungsplänen.
  • Unterstützung für junge Familien durch Sonderkonditionen bei der Wohnraumbeschaffung (z. B. Bauen nach „Eschborner Modell“).
  • Verbesserung der innerörtlichen Einkaufsmöglichkeiten.
  • Stärkung der „weichen Standortfaktoren“ wie Kinderbetreuung und Schulen, Geschäfte und Gastronomie.
  • Ganzheitliche Werbe-Strategie und Image-Werbung. 
  • Ausgestaltung der Bahnhofsvorplätze zur „Visitenkarte Kriftels“.
Verkehr

Das Verkehrsaufkommen in Kriftel ist hoch und nimmt ständig zu. Neben dem Ziel- und Quellverkehr leidet der Ort auch unter Durchgangs- und Schleichverkehr durch die Belastung der umliegenden großen Verkehrsstraßen. Ein Ausbau der B 519, wie von Hofheim gefordert, würde noch erheblich mehr Verkehrsbelastung bringen und wird von uns abgelehnt. Durch die S 2 ist Kriftel gut an Frankfurt angeschlossen, aber in Bezug auf Pünktlichkeit und Sauberkeit der Bahnen gibt es immer wieder Anlass zu Beschwerden, ebenso ist der Ausbau des Bahnsteigs dringend erforderlich. Busverbindungen in die unmittelbaren Nachbargemeinden sind unzulänglich oder fehlen ganz. Fahrradfahrer haben nur in Teilen ein eigenes Wegenetz und müssen daher vielfach auf die Straße ausweichen. Ein barrierefreier Ausbau bzw. Umbau für Behinderte lässt seit Jahren auf sich warten. Das Gewerberbegebiet leidet unter der fehlenden 2. Erschließungsstraße.

 

Wir wollen:

  • Weiterentwicklung der Verkehrskonzeption unter Berücksichtigung der zu erwartenden Verkehrsströme nach dem A 66-Ausbau und der Nordspange.
  • Kein Ausbau der B 519 auf Krifteler Gebiet in der derzeit vorgesehenen Form, statt dessen Entlastung der Hofheimer Innenstadt durch die Querspange an der Umspannanlage.
  • Einbindung der Fahrradwege in ein regionales Radwegekonzept (Stichwort: Regionalparkroute).
  • Gestaltung der Fahrradwege – wo möglich - nicht nur als Teil des Bürgersteiges, sondern als optisch abgeteilte Fahrradspur auf der Fahrbahn. (z. B. auf der Hofheimer Straße anstelle der Blumenkübel)
  • Barrierefreier Ausbau im Krifteler Verkehrsraum.
  • Schaffung von Zebrastreifen im Bereich Galeriepassage und katholische Kirche.
  • Einbeziehung des Gewerbegebietes bei der Planung von ÖPNV-Verbindungen.
  • Schaffung einer Busverbindung nach Hattersheim, zumindest für Schüler.
  • Verbesserung der Busverbindung nach Hofheim / Busanbindung der Altenwohnanlage.
  • Qualitätsverbesserung bei der S 2, behindertengerechter Ausbau der Bahnsteige.
  • Kein Ausbau des Frankfurter Flughafens mit einer neuen Start- und Landebahn.
  • Kein Ausbau der Startbahn West zur Landebahn, da ansonsten eine erhebliche Lärmbelästigung für Kriftel entstehen würde.
Finanzen / Wirtschaftsentwicklung

In Kriftel gibt es eine große Anzahl geplanter oder begonnener Maßnahmen, die langfristig Finanzmittel in vielfacher Millionenhöhe binden. Eine Priorität für die Planung und Umsetzung von Investitionen ist nicht zu erkennen. Die Handlungsfähigkeit der Gemeinde kann aber nur erhalten bleiben, wenn sie finanziellen Spielraum hat. Während andere Kommunen im Main-Taunus-Kreis bereits seit Jahren erfolgreich eine gezielte Wirtschaftsförderung betreiben, wird Kriftel immer mehr in den Hintergrund gedrängt.

Zur Sicherung der Zukunft wollen wir zwei „starke Beine“ für Kriftel. Zum einen die Erhaltung der traditionell starken Landwirtschaft, zum anderen aber auch die Ansiedlung von neuen Wirtschaftsbetrieben mit zukunftsträchtiger und „sauberer“ Technologie.

 

Wir wünschen uns:

  • Die Erstellung einer verbindlichen Prioritätenliste für Investitionen.
  • Attraktive und konkurrenzfähige Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuer.
  • Die Entwicklung von Strategien zur Sicherung und Erhöhung des Steueraufkommens.

Hierzu schlagen wir vor:

  • die Einrichtung eines Arbeitskreises „Wirtschaftsentwicklung“, der ein zukunftsfähiges Konzept für das Kriftel der nächsten 20 Jahre entwickelt.
  • Behebung des Leerstandes im Gewerbegebiet durch professionelles Immobilienmanagement.
  • Durchgängige Betreuung und Beratung ansiedlungswilliger Gewerbebetriebe vom Grundstückserwerb bis zur Bauantragsstellung/Bauantragsbewilligung, um die Ansiedlung zu erleichtern.
  • Bessere Vermarktung Krifteler Produkte.
  • Prüfung der Möglichkeiten zur Einrichtung einer eigenen Krifteler Landwirtschafts- und Gewerbeschau.
Kultur und Freizeit

In Kriftel ist das gesellschaftliche und kulturelle Leben stark geprägt von den vielfältigen Aktivitäten der zahlreichen Vereine. Dies wird auch von der SPD Kriftel weiterhin aktiv unterstützt. Darüber hinaus sollte es auch für nicht vereinsgebundene Mitbürgerinnen und Mitbürger weitere Angebote geben. Insbesondere die Jugend, aber auch ältere Menschen brauchen geeignete Kommunikationsstätten, wo man sich treffen kann, ohne dass gleich ein Programm oder hohe Kosten damit verbunden sind. Die bestehenden Sportanlagen müssen dringend saniert werden.

 

Wir wollen:

  • Fortführung der bewährten Veranstaltungen in Kriftel wie Ferienspiele, Spiele im Park .
  • Einrichtung eines Jugendcafes.
  • Förderung und Ausbau der internationalen Kontakte.
  • Nutzung der Bücherei als kulturelles Forum.
  • Ausbau des Anwesens Schulstraße zu einer Kulturscheune.
  • Erweiterung des Museums um die Darstellung der Geschichte des Krifteler Obstbaus .
  • Förderung und Unterstützung des organisierten und nicht organisierten Breitensports.
  • Pflege und Sanierung von Einrichtungen des Breitensports.
  • Erhaltung und Modernisierung des Schwimmbades mit verbesserten Angeboten zu erschwinglichen Preisen.
Landschafts-, Natur- und Umweltschutz

Der sorgsame Umgang mit der Umwelt ist Teil einer zukunftsfähigen Planung. In Kriftel gibt es eine ausgewogene Verflechtung von Wohngebieten, Arbeitsplätzen, landwirtschaftlich genutzten Flächen und Erholungsgebieten. Dies sorgt für eine hohe Lebensqualität und muss erhalten und ausgebaut werden.

 

Wir wollen:

  • Keine weitere Bebauung im Bereich des Grundwasserstroms vom Hochfeld zur Pumpstation im Freizeitpark über die bestehenden Grenzen hinaus.
  • Schutz der bestehenden Frischluftschneisen bei neuen Bauvorhaben.
  • Betrieb öffentlicher Einrichtungen mit Hilfe von energiesparenden Systemen.
  • Nutzung von gemeindeeigenen Grundstücken und Gebäuden für Anlagen zur Gewinnung alternativer Energien.
  • Bau einer „Bürgersolaranlage“.
  • Ein alternatives Energiekonzept im Bereich Schwimmbad und Schwarzbachhalle.
  • Wiedereinführung der Förderung für den Bau von Zisternen.
Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden

Bei der Gestaltung  Kriftels ist ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis zu den angrenzenden Gemeinden wichtig!  Die Diskussion um den Ausbau der A 66, sowie um die B 519 (neu) zeigen hier deutliche Defizite, die sich zum Nachteil Kriftels auswirken. Kleinliches Kirchturmdenken und räumliche Abgrenzung sind der falsche Weg und bringen die Gemeinde nicht weiter.

 

Freiwillige Zweckverbände mit anderen Gemeinden helfen, Kosten zu sparen und machen Zwangsverbände überflüssig. Der „Schwarzbach- Verband“ ist ein Beispiel für eine solche sinnvolle Zusammenarbeit, ebenso der Altenhilfeverbund-West. Hier muss im Zuge der Kosteneindämmung mit den Nachbarkommunen geprüft werden, welche weiteren Möglichkeiten genutzt werden können.

Frühstück mit Nachbarn 2012
Info

Wahlkampfauftakt 2011


Kontakt

Gerhard Mantel
Vorsitzender

Rossertstr. 80

65830 Kriftel




Telefon: 06192 - 41659
Email: gerhard.mantel@spd-kriftel.de