Kommunal ist nicht egal - Zukunft in Kriftel verantwortlich gestalten
Leben und Arbeiten im „Obstgarten des Vordertaunus"
Wahlprogramm der SPD Kriftel zur Kommunalwahl 2011
Kriftel ist mit seiner verkehrsgünstigen Lage im Rhein-Main-Gebiet eine attraktive Gemeinde und sowohl als Wohnort für die hier lebenden Menschen, wie auch als Wirtschaftsstandort interessant. Kriftel hat eine gute Infrastruktur, ein vielfältiges Kinderbetreuungs- und Schulangebot, sowie ein reges Vereinsleben. Als selbstständige Gemeinde kann Kriftel allerdings nur dann weiterhin attraktiv sein, wenn sich die Gemeinde den Erfordernissen der Zukunft stellt. In den letzten Jahren hat sich einiges getan in Kriftel. Projekte, auch solche, für die die SPD viele Jahre gekämpft hat, wie zum Beispiel im Bereich der Kinderbetreuung, sind vorangekommen. Doch es gibt immer noch viel zu tun. Die SPD Kriftel hat sich intensiv mit der Frage beschäftigt, wie die Zukunft Kriftels aussehen kann. In offenen Arbeitskreisen und mit zahlreichen Anregungen interessierter Krifteler Bürgerinnen und Bürger haben wir ein Arbeitsprogramm für die kommenden Jahre erarbeitet. Unserer Leitlinie dabei war: „Kommunal ist nicht egal!"
Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen vor, welche Ideen, Wünsche und Ziele die SPD für Kriftel entwickelt hat, damit Sie sagen können: „Wir leben gerne hier".
Wir wollen
Sie, liebe Kriftelerinnen und Krifteler, tragen bei den Kommunalwahlen am 27. März 2011 mit Ihrer Stimme für die SPD aktiv dazu bei, diese Ziele zu erreichen.
Solide und vorausschauende Finanzpolitik
In den vergangenen Jahren sind in Kriftel diverse Großprojekte durchgeführt oder angeschoben worden, die langfristig Finanzmittel in vielfacher Millionenhöhe binden. Vieles davon - wie zum Beispiel das Schwimmbad - trägt zur Lebensqualität bei. Doch häufig hatten wir den Eindruck, dass ein Konzept und Prioritäten für die Investitionen fehlen. Vieles wurde gemacht, weil ein Zuschuss von Bund oder Land winkte. Das scheint zwar gut und schön, aber die eigenen Kosten muss die Gemeinde trotzdem tragen.
Zu oft wurde im Lauf einer Baumaßnahme der ursprünglich angesetzte Kostenrahmen weit überzogen. Dies muss im Interesse einer verantwortlichen Budgetplanung künftig durch intensive Kostenprüfungen im Vorfeld vermieden werden.
Die schlechtere Wirtschaftslage hat zusätzlich zu sinkenden Einnahmen geführt. Die Gemeinde ist mittlerweile hoch verschuldet. Dies alles bedeutet leider für die Zukunft immer weniger Gestaltungsspielraum. Wie soll es weitergehen?
Wir wollen
Professionelle WirtschaftsförderungZur Sicherung der Zukunft wollen wir zwei Bereiche stärken: Zum einen die Erhaltung der traditionell starken Landwirtschaft, zum anderen aber auch die Ansiedlung von neuen Wirtschaftsbetrieben mit zukunftsträchtiger und sauberer Technologie. Durch den Bau der neuen Erschließungsstraße ist jetzt die Möglichkeit gegeben, das Gewerbegebiet besser zu nutzen. Diese Chance will die SPD nutzen, um neue Einnahmen zu gewinnen.
Wir wollen
Gesellschaftliches Engagement als Soziales Netzwerk
Die Gemeindeverwaltung erbringt vielfältige Leistungen, und der ehrenamtliche Gedanke ist in Kriftel sehr lebendig. Viele Bürgerinnen und Bürger engagieren sich bereits, vor allem in den zahlreichen Vereinen. Doch es gibt sicher noch mehr Menschen, die bereit sind, ihre eigenen Fähigkeiten und Kenntnisse zum Wohle anderer einzubringen, ohne sich gleich einem Verein anzuschließen.
Viele Menschen können zu einem guten Zusammenleben in Kriftel beitragen. Öffentliche Leistungen werden ergänzt durch persönliches Engagement von Familien, Freunden, Nachbarn, Bekannten und freiwilligen Helferinnen und Helfern. Dieses gesellschaftliche Engagement von Kriftelern für Krifteler bildet ein stetig wachsendes Soziales Netzwerk.
Wir wollen
Persönliche Hilfeersuchen mit Hilfsangeboten wie etwa zum Lernen, zu Ausbildung, Beruf oder Familie, in Haus und Garten oder zur Tierpflege in Verbindung zu bringen, können das Leben in Kriftel erleichtern. Dabei soll als einfaches, leicht zugängliches Verfahren der Internetauftritt der Gemeinde Kriftel genutzt werden. Wir wollen eine
Bezahlbarer Wohnraum
Kriftel ist ein attraktiver Wohnort. Die verkehrsgünstige Lage zwischen Frankfurt und Wiesbaden ist nahezu optimal. Kriftel bietet aber auch viel Grün und ist mit seiner überschaubaren Größe bei guter Infrastruktur beliebt bei jungen Familien. Dies alles führt zu großer Nachfrage am Wohnungsmarkt und damit zu steigenden Baukosten, bzw. Mieten. Dazu kommt die Umwandlung von bisherigen Werks- und Sozialwohnungen in Eigentumswohnungen. Für Menschen mit geringem Einkommen gibt es immer weniger erschwinglichen Wohnraum.
Wir wollen
Zukunftsorientierte Seniorenpolitik
Ältere Bürgerinnen und Bürger wollen in der Regel in ihrem gewohnten Wohnumfeld in ihrer Heimatgemeinde bleiben. Im Laufe des Lebens verändern sich Voraussetzungen, Möglichkeiten und Bedürfnisse. Junge Menschen ziehen zusammen, Kinder kommen und gehen aus dem Haus, Alter und Gesundheit erfordern aufwändige Betreuung oder Pflege, finanzielle Möglichkeiten variieren.
Wir wollen
Zukunftsorientierte Jugendpolitik und Hilfen beim Lernen
Für junge Leute gibt es zahlreiche Angebote in Krifteler Vereinen. Die mobile Beratung trägt mit der Betreuung von Jugendlichen hierzu bei. Doch es gibt auch viele ältere Kinder und Jugendliche, die aus der Kinderbetreuung herausgewachsen sind und nicht recht wissen, wo sie sich in Kriftel in ungezwungener Atmosphäre und bei jedem Wetter treffen sollen.
Wir wollen
Noch immer spielen gesellschaftliche und finanzielle Unterschiede eine wesentliche Rolle bei Lernerfolg und beruflicher Entwicklung. Unterstützung und gemeinsames Lernen auch außerhalb der Familie können dazu beitragen, dass diese Unterschiede abgebaut werden.
Wir wollen
Tolerantes Miteinander aller hier lebenden Bevölkerungsgruppen
In Kriftel wohnen Menschen verschiedener Herkunftsländer weitgehend harmonisch miteinander. Ein engagierter Ausländerbeirat trägt durch gute Arbeit und vielfältige Projekte das Seine bei. Doch die schwierige Wirtschaftslage macht auch vor Kriftel nicht Halt. Konkurrenzdenken und gegenseitiges Misstrauen errichten neue Barrieren. Sprachschwierigkeiten und unterschiedliche kulturelle Vorstellungen erschweren manchmal ein nachbarschaftliches Miteinander.
Wir wollen
Die Gemeinde Kriftel ist mit ihrer verkehrsgünstigen Lage im Rhein-Main-Gebiet ein attraktiver Ort für die hier lebenden Menschen wie auch als Standort für die Wirtschaft interessant. Sie bietet eine gute Infrastruktur, ein vielfältiges Schulangebot sowie ein reges Vereinsleben.
Doch Kriftel kann als selbständige Gemeinde nur dann weiterhin Bestand haben, wenn sie sich den Erfordernissen der Zukunft stellt. Die Einkünfte aus der Einkommensteuer sind rückläufig, da immer weniger Krifteler erwerbstätig sind. Hohe Mieten, Grundstückspreise und hohe Steuersätze für Grund- und Gewerbesteuer tragen dazu bei, dass sich junge Familien nicht mehr im erforderlichen Umfang in Kriftel ansiedeln können und Firmen nicht bereit sind, sich in unserer Gemeinde niederzulassen und Arbeitsplätze zu schaffen.
Die Mehrheitspartei im Krifteler Parlament hat bisher noch kein überzeugendes Konzept für Kriftels Zukunft vorgelegt. Daher ist es unser erklärtes Ziel, die absolute Mehrheit der CDU zu brechen und künftig entscheidend an der Willensbildung mitzuwirken. Die SPD will dazu beitragen, dass die Gemeinde Kriftel auch für die künftigen Anforderungen gerüstet ist und der sich verändernden demographischen und wirtschaftlichen Entwicklung Rechnung trägt.
Unsere politischen Ziele für die Zukunft sind:
Zur Verwirklichung dieser Ziele bitten wir um Ihre Stimme bei der Kommunalwahl am 26. März 2006
Familien benötigen Unterstützung, um Erwerbstätigkeit und Kinderbetreuung zu vereinbaren. Der Bedarf an Kindergartenplätzen in Kriftel ist gedeckt. Für Kinder unter drei Jahren fehlen jedoch vielfach Angebote. Senioren, deren Anteil an der Gesamtbevölkerung weiter steigt, sind heute mobiler und aktiver, als frühere Generationen. Für sie müssen zusätzliche, attraktive Angebote geschaffen werden. Zugleich müssen unsere älteren Mitbürger bei der Erhaltung ihrer Selbständigkeit in der vertrauten Umgebung unterstützt werden und auch für den Fall der Pflegebedürftigkeit müssen sie die Möglichkeit erhalten, in Kriftel zu bleiben. Die Integration ausländischer Mitbürgerinnen und Mitbürger muss weiter gefördert und gestärkt werden.
Wir wollen:
Die bauliche Entwicklung Kriftels stößt an ihre räumlichen Grenzen. Bauträger und Investoren bestimmen vielfach das städtebauliche Erscheinungsbild. Im Bereich der Wohnbebauung wurden fast überall die Grenzen der Verdichtung erreicht. Für das Gewerbegebiet ist die Finanzierung der dringend notwendigen 2. Erschließungsstraße nicht gesichert und es fehlt eine professionelle Verwaltung beim Immobilien- und Flächenmanagement.
Wir wollen:
Das Verkehrsaufkommen in Kriftel ist hoch und nimmt ständig zu. Neben dem Ziel- und Quellverkehr leidet der Ort auch unter Durchgangs- und Schleichverkehr durch die Belastung der umliegenden großen Verkehrsstraßen. Ein Ausbau der B 519, wie von Hofheim gefordert, würde noch erheblich mehr Verkehrsbelastung bringen und wird von uns abgelehnt. Durch die S 2 ist Kriftel gut an Frankfurt angeschlossen, aber in Bezug auf Pünktlichkeit und Sauberkeit der Bahnen gibt es immer wieder Anlass zu Beschwerden, ebenso ist der Ausbau des Bahnsteigs dringend erforderlich. Busverbindungen in die unmittelbaren Nachbargemeinden sind unzulänglich oder fehlen ganz. Fahrradfahrer haben nur in Teilen ein eigenes Wegenetz und müssen daher vielfach auf die Straße ausweichen. Ein barrierefreier Ausbau bzw. Umbau für Behinderte lässt seit Jahren auf sich warten. Das Gewerberbegebiet leidet unter der fehlenden 2. Erschließungsstraße.
Wir wollen:
In Kriftel gibt es eine große Anzahl geplanter oder begonnener Maßnahmen, die langfristig Finanzmittel in vielfacher Millionenhöhe binden. Eine Priorität für die Planung und Umsetzung von Investitionen ist nicht zu erkennen. Die Handlungsfähigkeit der Gemeinde kann aber nur erhalten bleiben, wenn sie finanziellen Spielraum hat. Während andere Kommunen im Main-Taunus-Kreis bereits seit Jahren erfolgreich eine gezielte Wirtschaftsförderung betreiben, wird Kriftel immer mehr in den Hintergrund gedrängt.
Zur Sicherung der Zukunft wollen wir zwei „starke Beine“ für Kriftel. Zum einen die Erhaltung der traditionell starken Landwirtschaft, zum anderen aber auch die Ansiedlung von neuen Wirtschaftsbetrieben mit zukunftsträchtiger und „sauberer“ Technologie.
Wir wünschen uns:
Hierzu schlagen wir vor:
In Kriftel ist das gesellschaftliche und kulturelle Leben stark geprägt von den vielfältigen Aktivitäten der zahlreichen Vereine. Dies wird auch von der SPD Kriftel weiterhin aktiv unterstützt. Darüber hinaus sollte es auch für nicht vereinsgebundene Mitbürgerinnen und Mitbürger weitere Angebote geben. Insbesondere die Jugend, aber auch ältere Menschen brauchen geeignete Kommunikationsstätten, wo man sich treffen kann, ohne dass gleich ein Programm oder hohe Kosten damit verbunden sind. Die bestehenden Sportanlagen müssen dringend saniert werden.
Wir wollen:
Der sorgsame Umgang mit der Umwelt ist Teil einer zukunftsfähigen Planung. In Kriftel gibt es eine ausgewogene Verflechtung von Wohngebieten, Arbeitsplätzen, landwirtschaftlich genutzten Flächen und Erholungsgebieten. Dies sorgt für eine hohe Lebensqualität und muss erhalten und ausgebaut werden.
Wir wollen:
Bei der Gestaltung Kriftels ist ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis zu den angrenzenden Gemeinden wichtig! Die Diskussion um den Ausbau der A 66, sowie um die B 519 (neu) zeigen hier deutliche Defizite, die sich zum Nachteil Kriftels auswirken. Kleinliches Kirchturmdenken und räumliche Abgrenzung sind der falsche Weg und bringen die Gemeinde nicht weiter.
Freiwillige Zweckverbände mit anderen Gemeinden helfen, Kosten zu sparen und machen Zwangsverbände überflüssig. Der „Schwarzbach- Verband“ ist ein Beispiel für eine solche sinnvolle Zusammenarbeit, ebenso der Altenhilfeverbund-West“. Hier muss im Zuge der Kosteneindämmung mit den Nachbarkommunen geprüft werden, welche weiteren Möglichkeiten genutzt werden können.

Gerhard Mantel
Vorsitzender
Rossertstr. 80
65830 Kriftel
Telefon: 06192 - 41659
Email: gerhard.mantel@spd-kriftel.de